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Blood Sorcery: Sacraments & Blasphemies $9.99
Publisher: Onyx Path Publishing
by Roger L. [Featured Reviewer] Date Added: 01/05/2013 05:55:20
http://www.teilzeithelden.de

Dem Blut der Vampire aus Vampire: the Requiem wohnen vielerlei mystische Eigenschaften und Geheimnisse inne; neben den Disziplinen, den besonderen vampirischen Kräften, manifestieren sie sich in der elaborierten Blutmagie, die aus dem Saft des Unlebens magische Riten und Wunder erschafft. Nahezu ausschließlich gelehrt wird sie in zweien der fünf vampirischen Bünde, dem Lancea Sanctum und dem Circle of the Crone. Crúac, die wilde Magie des Zirkels, erweckt im Namen uralter Götter die archaische Stärke des Tieres. Mit der heiligen Theban Sorcery des Lancea Sanctum hingegen greift der Magier mit der Kraft seines Willens in strengen Ritualen nach angelischen Mächten. Blood Sorcery für Vampire: the Requiem besteht nicht etwa, auch wenn der WoD-erfahrene Leser das zunächst vermuten mag, in erster Linie aus einer aufzählungsartigen Ansammlung zusätzlicher kewl powerz; geneigten Spielrunden bietet es in erster Linie nichts weniger als ein alternatives, offen strukturiertes Magiesystem für diese beiden Wege der Zauberei. Hinzu treten Threnodies, Rituale, die im Gegensatz zur durch die Bünde reglementierten Blutmagie prinzipiell allen Charakteren zugänglich sind, soweit sie bereit sind, die entsprechenden Opfer zu bringen.

In üblicher World of Darkness – Manier wendet es sich zum größten Teil sowohl an Spielleiter wie auch Spieler, möchte also der Spielrunde als Ganzes neue Optionen zur Ausgestaltung von Charakteren und Spielwelt geben.

Erscheinungsbild

Das Buch umfasst 72 im typischen WW-Layout engbeschriebene vollfarbige Seiten mit colorierten Innenillustrationen, was in Verbindung mit dem Cover optisch einen leicht comichaften Hauch entstehen lässt. Gegenüber Strange, dead love hat sich die Qualität der Bilder meinem Empfinden nach im Schnitt noch einmal deutlich verbessert; soweit scheint es mir, als habe WW bei der Veröffentlichung qualitativ hochwertiger PDF/PoD-Publikationen in der Präsentation merklich Tritt gefasst und ein Niveau erreicht, das den früheren Druckveröffentlichungen in nichts nachsteht.

Inhalt

Das erste Kapitel Rites of Damnation, Herzstück des Buches, widmet sich einer grundlegend neuen Perspektive zu der beiden großen, bereits im Grundregelwerk behandelten Wege der Magie, Crúac und Theban Sorcery, um die bisherigen Regeln zu ergänzen wie auch zu ersetzen. An die Stelle klar umrissener einzelner „Zaubersprüche“ treten nunmehr offene und allgemeine Potentiale der Zauberei, die Möglichkeiten wie Grenzen der Magie mit einem höheren Abstraktionsgrad einfangen (und dadurch eine Menge Erinnerungen an die Mage-Inkarnationen wecken). Die charakteristisch-definierenden Besonderheiten der beiden magischen Pfade werden dabei auf ihr jeweiliges Fundament zurückgeführt und von dort aus ins System integriert.

Zum neuen Schlüsselbegriff der Blutmagie werden die sog. Themen, die nunmehr den Weg zum Erlernen von Riten und Wundern ebnen. Hinter dem zunächst harmlos klingenden Wort verbergen sich die fünf zentralen Facetten Schöpfung, Zerstörung, Weissagung, Schutz und Umwandlung, an Hand derer der Magier nunmehr seine Macht ausübt. Eingefangen in der gewohnten Skala von 1-5 erfassen sie auf der jeweiligen Stufe keine fokussierten Einzelkräfte, sondern eine breite Ebene beherrschter Potentiale, die einzeln oder in Kombination in einen Effekt einfließen mögen. Konkrete Rituale ergeben sich im Blood Sorcery System also aus generalisierten Stufen der Macht in den fünf Richtungen der magischen Beeinflussung. Die gewünschte Kraft des Effektes in seinen Einzelaspekten spiegelt sich, übersichtlich in wenigen Tabellen eingefangen, in der Anzahl der nötigen Erfolge wieder. Natur und Unterscheidbarkeit von Crúac und Theban Sorcery bleiben trotz individualisierender Faktoren ein potentielles Problem des verallgemeinernden Ansatzes, macht das doch eine tragende Säule des Hintergrundes aus. Hier kommen die identitätsstiftenden „Leitmotive“ ins Spiel: an der Schnittstelle von Mechanik und magischem Stil des Charakters repräsentieren sie den Einfluss der magischen Ausrichtung auf die Rituale.Ganz nebenbei erfährt der Leser hier auch einiges Erhellendes zu den Grundlagen der beiden Pfade der Macht. Freilich liegt es letztlich in der Verantwortung der Spielrunde, der jeweilige Ausprägung die angemessene Stimmung einzuhauchen. Ergänzt wird das Kapitel schließlich durch Konvertierungen der bestehenden Rituale aus dem Grundregelwerk ins Blood Sorcery System und exemplarische neue Rituale.

Das neue Spielsystem erschließt Spielrunden ein in Requiem bisher unbekanntes Maß an kreativer Freiheit im Umgang mit Zauberei. Pointiert und auf knappem Raum gelingt die Darstellung eines sehr flexiblen Systems, das von der simplen Auflistung einzelner festgelegter Kräfte Abschied nimmt. Mit konzeptioneller Eleganz und Klarheit werden Zauber dabei auf ihre allgemeinen Grundprinzipien reduziert und das System leicht zugänglich und handhabbar. Charaktere erhalten so umfangreiche Werkzeuge, um ihre magischen Kräfte selbst auszugestalten und sowohl neben dem Spiel durch Konzeption eigener Rituale wie auch im Spiel mittels (schwerer) improvisierter Zauberei eigene Ideen umzusetzen. Die informationsreichen, aber komprimierten Texte vermögen indes nicht jede Frage erschöpfend zu beantworten; die Erfahrung lehrt ohnehin, dass in solch offenen Systemen nicht jede denkbare Eventualität Berücksichtigung finden kann. Blood Sorcery Magie erscheint daher in erster Linie für Spielrunden geeignet, die regeltechnische Abgrenzungsprobleme gemeinschaftlich-kooperativ zu lösen wissen. Sind andererseits häufig messerscharfe Definitionen nötig, um die Macht von Charakteren und Spielleitern einzuhegen, birgt sie mutmaßlich erhebliche Probleme. Vorsicht scheint mir noch an anderer Stelle angezeigt – das System rückt Blutmagier von Lancea und Circle ins Licht des Scheinwerfers; daher gilt, es mit Bedacht einzuführen und dafür Sorge zu tragen, dass Charaktere mit völlig anderen Schwerpunkten davon nicht überschattet werden.

Das zweite Kapitel, Threnodies (in etwa: Klagelieder oder Trauergesänge), enthüllt Optionen für magische Rituale, auf die grundsätzlich alle Charaktere Zugriff haben können – so sie bereit sind, den hohen Preis zu zahlen. Threnodies werden einzeln Vorteilen gleich erworben und sind an die erreichten Stufen in Disziplinen gekoppelt – neben einer ausführlichen Liste vorgefertigter Riten erhält der Leser jedoch nur ganz grobe Anhaltspunkte, wie neue Lieder entworfen werden können. Ähnlich den weitgehend kontrollierbaren vampirischen Fähigkeiten greifen Klagelieder nach der urtümlich-bösartigen Kraft des Vampiren innewohnenden Biestes, tragen sie aber unter harten Opfern viel stärker nach außen. Die Resultate können erschütternd, machtvoll und schrecklich sein; ebenso dramatisch gestalten sich die vom Charakter darzubringenden Opfer wie auch die Folgen von Fehlschlägen - bis hin zur physischen Manifestation des Tieres. Die Threnodies fügen dem Spieluniversum eine stimmungsvoll-passende Facette hinzu, die sich nahtlos in die Themen der Requiem-Welt einfügt und das Potential besitzt, ganze Geschichten mitzugestalten; andererseits dürften die zum Teil drastischen Opfer und Konsequenzen leider dazu führen, dass sie eher selten genutzt wird. Auf diese Weise bleibt jedoch gewährleistet, dass sich die Optionen ohne grossen Bruch in den bisher bestehenden Hintergrund einfügen lassen.

Nachdem der Löwenanteil des Buches Spielmechaniken vorbehalten war, folgt im dritten Kapitel Antagonists schließlich Hintergrundmaterial für Erzähler in Form einer losen Zusammenstellung von Gruppen, NSC und Kreaturen, die sich um das Thema Blutmagie rankt. Von alten, unsterblichen Wesenheiten, die ihre okkulten Kräfte mit Herzen nähren, über erfahrene Zauberer mit merkwürdigen Ideen bis hin zur den endgültigen Tod überdauernden mystischen Korruption reicht die Palette. Anstelle eines finalen Seitenfüllers versammeln sich auf engem Raum seltsame, originelle und verwertbare Grundideen, die Chroniken bereichern und etliche Geschichten anregen können.

Die sich über etliche Jahrzehnte erstreckende Erzählung Boon & Kitty bildet den gewohnten fiktionalen Rahmen für das enthaltene Spielmaterial. Trotz soliden Schreibstils wirkt sie auf mich aber weder inspiriert noch inspirierend, greift ein paar Motive des Quellenbuches auf und zeichnet ansonsten weder bewegend noch ideenreich den Weg der beiden titelgebenden Figuren nach. Da die mäßige Einstimmung auf das Fleisch des Buches indes sein einziger wesentlicher Schwachpunkt bleibt, ist das ohne weiteres verschmerzbar.

Preis-/Leistungsverhältnis

$11,99 (PDF) sind für 72 aufwendig gestaltete Seiten Quellenbuch bereits ein ganz angenehmer Preis – in diesem Falle erhält der geneigte Leser dafür aber eine beeindruckende Dichte an sorgfältig konzipiertem, weitgehend Füllstoff-freiem Spielmaterial, die nahezu ins Buch gepresst wirkt. Im Verhältnis zum Spielwert des Inhaltes finde ich das Preis-/Leistungsverhältnis daher ausgezeichnet.

Fazit

Vorneweg bleibt zu sagen, dass Blood Sorcery sicher zu eng auf ein Spezialthema fokussiert ist, um einen Pflichtkauf für jede Requiem-Chronik darzustellen. Ohnehin werden erst erfahrene Spielrunden das Buch zu schätzen wissen, und wer dann den Grundriss der Vampire-Welt mit Optionen und Alternativen aufbrechen oder erweitern möchte, sollte zuerst Danse Macabre in Augenschein nehmen. Geht es aber darum, vertieft ins Thema Blutmagie einzusteigen, um sie zu einem zentralen Bestandteil der Chronik zu machen, kann Blood Sorcery wärmstens empfohlen werden. An mancher Stelle hätte ich mir zwar eine ausführlichere Darlegung gewünscht, doch beeindruckt schon die schiere Ideendichte bei Verzicht auf Füllmaterial im Stile von Besinnungsaufsätzen, die manch anderes WW-Buch prägen. Magisch orientierte Charaktere wird das alternative Magiesystem mit seiner Flexibilität erheblich bereichern, die Threnodies öffnen Rituale auf hinreichend dramatische Weise auch für andere Charaktere, und das Hintergrundmaterial vermag Chroniken zusätzliche okkulte Würze verleihen.

Unsere Bewertung

Erscheinungsbild 4,5/5 Hochwertig, professionell und ansprechend Inhalt 4,5/5 Sorgsam durchdachte, sehr interessante neue Optionen rund ums (Spezial-)Thema Blutmagie Preis-/Leistungsverhältnis 4,5/5 Dank Ideendichte und Spielwert hervorragend Gesamt 4,5/5 Beeindruckende Materialfülle – Quellenbuch mit wenigen, vernachlässigbaren Schwächen



Rating:
[5 of 5 Stars!]
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